Hilfe bei Fragen
Frage stellen:
Spamschutz: aab3
Ich stimme der Datenschutzerklärung zu

Schuppenflechte - Psoriasis

Die Schuppenflechte (Psoriasis) zeigt sich durch ziegelrote, erhabene, meist nicht juckende Hautflecken. Diese sind von silbrigweißen Schuppen bedeckt. Die Psoriasisherde sind meist klein und punktförmig, können jedoch auch münz- oder sogar handtellergroß werden. Knie, Ellenbogen, die Stelle über dem Kreuzbein und die Kopfhaut sind besonders häufig betroffen. An den Achselhöhlen, der Brust, den Genitalien und am After ist die Schuppenflechte selten anzutreffen. An Händen und Füßen tritt die Schuppenflechte meist in Form von scharf begrenzten, geröteten Herden mit schmerzhaften Hautrissen oder Bläschenbildung auf. Bei einem Teil der Patienten werden auch die Fingernägel betroffen. Sie verdicken sich und bilden Grübchen. Manchmal sind die Nägel gelblichweiß verfärbt und haben einen Rand, welcher wie ein Ölfleck aussieht. Die Fingernägel wachsen bei Psoriasispatienten schneller als normal und lösen sich teilweise vom Nagelbett. Die Krankheit verläuft schubweise. Intensität und Dauer der Schübe sind jedoch sehr verschieden.

Die Ursache ist eine erblich übertragene Störung, die zu einer überdurchschnittlich schnellen Hautzellenproduktion führt. Mögliche Auslöser der Krankheit können Infektionskrankheiten, wie Angina, Grippe oder Bronchitis sein. Auch bestimmte Medikamente können eine Psoriasis auslösen. Verletzungen der Haut und große emotionale Belastungen steigern das Risiko, an Psoriasis zu erkranken.

Psoriasis kann die Patienten ein Leben lang begleiten. Bei vielen Betroffenen gibt es allerdings immer wieder länger dauernde Perioden, in welchen sich die Krankheit kaum bemerkbar macht. Obwohl viele aus Unwissenheit anders denken: Schuppenflechte ist nicht ansteckend. Für viele Patienten bedeutet aber eine aktive Schuppenflechte eine enorme psychische Belastung. Minderwertigkeitsgefühle und sozialer Rückzug können die Folge sein. Besonders problematisch ist die Psoriasis, wenn sie an den Händen auftritt. Dann ist sie für die Mitmenschen sichtbar und die Ausübung des Berufs kann schwierig werden. Hier sollte eine verstärkte Aufklärung erfolgen, damit Vorurteile ausgeräumt werden.

Meist verbessern Sonnenbäder die Beschwerden. Die Krankheit verschlimmert sich aber durch Sonnenbrand. Die Haut sollte auf jeden Fall geschmeidig gehalten werden.

Äußerlich angewendet, verbessern teerhaltige Mittel den Zustand der Haut. Dies kann manchmal bis zu acht Wochen dauern. Kortisonhaltige Mittel bessern die Beschwerden zwar schnell, aber nach dem Behandlungsende tritt die Erkrankung manchmal viel stärker wieder auf.

Bringt die äußerliche Behandlung nicht den gewünschten Erfolg, dann sollte eine innerliche Behandlung in Betracht gezogen werden. Als wirkungsvolle innerliche Behandlung gilt die PUVA-Therapie. Der Wirkstoff Methoxsalen wird oral eingenommen. Bei anschließender Bestrahlung mit UV-A-Licht blockiert das Medikament die Teilung von Zellen und verhindert die Bildung der Psoriasisherde. Diese Behandlung ist relativ aufwändig und schädigt bei langer Behandlungsdauer die Haut. Die Bestrahlung könnte möglicherweise das Hautkrebsrisiko vergrößern. Deshalb bleibt die PUVA-Therapie schweren Krankheitsfällen vorbehalten.